Methoden der Therapie

Therapiehundeausbildung

Die Einsatzmöglichkeiten eines Therapiehundes sind vielfältig. Der Therapiehund kann schwer erziehbare Schüler unterstützen, geistig behinderten Menschen helfen, aber auch logopädische Arbeit unterstützen oder ältere Menschen Nähe spüren lassen. Die Tätigkeit des Hundes ist je nach Fähigkeiten des Tieres komplett unterschiedlich. Denn ein Hund, der einen schwer erziehbaren Schüler unterstützen soll, benötigt andere Fähigkeiten, als der Hund, der mit geistig behinderten Menschen arbeitet. Doch die praktische Arbeit mit Therapiehunden zeigt deutlich, dass die Unterstützung durch das Tier in zahlreichen therapeutischen Bereichen sehr wertvoll ist. Ein Ausbildungsinstitut ist beispielsweise Sattt Inh. Annika Rügen.

Welcher Hund kann Therapiebegleithund werden?

Ein Hund, der als Therapiebegleithund tätig sein soll, wird im Rahmen einer Ausbildung entsprechend seines späteren Einsatzgebietes ausgebildet. Ein ebenso spezialisierter sowie ausgebildeter Mensch begleitet den Hund dann zu seinen jeweiligen Einsätzen. Das Tier muss hierfür sehr verlässlich und belastbar sein. Zudem sollte es Spaß an der Tätigkeit, sowie am Umgang mit verschiedenen Menschen haben.

Nicht jeder Hund muss unbedingt für eine Therapiehundeausbildung geeignet sein. Wichtig ist vor allem, dass das Tier ein freundliches Wesen mitbringt und über eine hohe Reizschwelle verfügt. Außerdem sollte es sich ohne Kompromisse streicheln lassen, denn angefasst, gestreichelt und gekuschelt werden, gehört von Anfang an dazu. Dies ist besonders wichtig, da nicht jeder Hund zwangsläufig gerne viel gestreichelt wird und das Anfassen und Tätscheln lassen auch mal etwas grober ausfallen kann. Da dies geübt werden muss, ist eine starke Bindung zum Hundeführer ebenfalls eine wichtige Voraussetzung für die Ausbildung zum Therapiehund. 

Die Ausbildung zum Therapiehund 

Neben den Voraussetzungen, die der spätere Therapiehund mitbringen muss, ist es auch notwendig, dass der Therapiehundeführer selbst zahlreiche Dinge beherrscht. Ihm muss es möglich sein, seinen Hund zu konditionieren, er muss gesetzliche Regelungen, sowie Hygienebestimmungen und vieles mehr kennen. Das Team Mensch und Hund darf zudem keinerlei Gefahr für Andere darstellen. 

Die Therapiebegleithundeausbildung wird in verschiedene Module unterteilt. Dabei erlernen Hundeführer und späterer Therapiebegleithund in Seminaren und praktischen Einheiten, theoretisches und praktisches Wissen für die jeweilige Aufgabe. Nützliche Übungen werden trainiert und der Hundeführer lernt, wie er seinen Hund positiv konditioniert. Durch Lob wird der Hund so an seine späteren Aufgaben gewöhnt. Mit Videoanalysen können einzelne Praxistests mit Hund und Mensch auch zusätzlich auf Stärken und Schwächen überprüft werden. Die Dauer der Therapiehundeausbildung kann unterschiedlich ausfallen. Entweder geht sie über mehrere Monate in Form von wöchentlichen Trainingsstunden oder findet in einem Block statt. Die Kosten für die Ausbildung können, je nachdem wo sie absolviert wird, variieren, aber durchaus über 1.000 Euro betragen. 

Anforderungen an den Charakter des Hundes

Soll ein Hund eine Ausbildung zum Therapiehund absolvieren, muss er einige Grundvoraussetzungen mit sich bringen. Natürlich sind viele Fähigkeiten auch noch im Erwachsenenalter erlernbar, Aggressionslosigkeit sowie Offenheit gegenüber Fremden sind jedoch unerlässlich. 

Grundvoraussetzungen für den Hund können sein:

- Aggressionslos gegenüber Artgenossen und Menschen 
- Muss sich an der Leine führen lassen; auch von fremden Personen 
- Er beherrscht Grundkommandos wie Sitz, Platz, Fuß usw. 
- Gegenstände wie Rollstühle, Gehhilfen, Kinder- oder Einkaufswagen machen keine Angst 
- Er erschrickt nicht bei fremden Geräuschen, bellt nicht und wird auch nicht panisch 
- Kein territoriales oder Beschützer-Verhalten 
- Lässt sich gerne – auch von Fremden – berühren, kann lange still halten, mag Nähe 
- Stressresistenz und ein ausgeglichenes Gemüt sollten vorhanden sein 

Da der Therapiehund später mit Menschen zusammenarbeitet, die oftmals körperlich oder geistig eingeschränkt sind, ist es wichtig, dass Mensch und Tier eine fundierte theoretische sowie praktische Ausbildung bekommen. Wurde die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, kann den verschiedensten Menschen in zahlreichen therapeutischen Bereichen geholfen werden. 


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